Tierabwehr

Wolf begegnet: Wie sollte man sich verhalten?

Offizielle Verhaltensempfehlungen bei Wolfsbegegnungen: Ruhe, Abstand, Hund und Meldung.

Eine direkte Begegnung mit einem Wolf ist auch in Wolfsgebieten selten. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums nehmen Wölfe Menschen häufig frühzeitig wahr und ziehen sich in der Regel zurück. Eine Sichtung allein ist deshalb kein Grund für Panik.

Ruhig bleiben und Abstand halten

Die Empfehlungen von BMUKN und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) lauten im Kern: ruhig verhalten, Abstand halten, nicht auf den Wolf zugehen, dem Tier Raum zum Rückzug lassen und nicht wegrennen. Wenn der Wolf den Menschen noch nicht wahrgenommen hat, kann man sich bemerkbar machen.

Wenn der Wolf sich nicht zurückzieht

Wenn einem die Situation nicht geheuer ist, empfehlen die zuständigen Stellen unter anderem, laut zu sprechen oder in die Hände zu klatschen. Nähert sich ein Wolf wider Erwarten weiter, soll man stehen bleiben, sich groß machen und deutlich bemerkbar machen. Nicht versuchen, den Wolf anzulocken oder zu füttern.

Wolf und Hund

Ein mitgeführter Hund kann für einen Wolf von besonderem Interesse sein. Im Wolfsgebiet sollte der Hund kontrolliert und nahe beim Menschen geführt werden. Bei einer Begegnung den Hund zu sich nehmen beziehungsweise anleinen und sich ruhig zurückziehen.

Sichtungen und auffälliges Verhalten melden

Für Wolfsmanagement sind die Bundesländer zuständig. Beobachtungen und insbesondere auffälliges Verhalten sollten entsprechend den regionalen Empfehlungen an die zuständige Stelle gemeldet werden. Eine bundesweit einheitliche Telefonnummer wird hier bewusst nicht erfunden.

Welche Rolle spielt Tierabwehrspray?

Die offiziellen Verhaltensregeln stehen an erster Stelle. Der bloße Anblick eines Wolfes ist keine Begründung für einen vorsorglichen Einsatz eines Abwehrmittels. Eine garantierte Schutzwirkung von Spray gegen Wölfe wird hier nicht behauptet.

Weitere Einordnung: Wildschweine, Andere Wildtiere, Wandern, Outdoor sowie bei tatsächlichem Angriff Tierangriff und Notstand.

Fazit

Bei Wolfsbegegnungen gelten Ruhe, Abstand und die Empfehlungen zuständiger Stellen. Panik, Füttern und vorsorgliches Besprühen passen nicht zu diesen Regeln.

Häufige Fragen

Wie wahrscheinlich ist eine Wolfsbegegnung?

Direkte Begegnungen sind auch in Wolfsgebieten selten. Wölfe nehmen Menschen häufig früh wahr und ziehen sich in der Regel zurück. Eine Sichtung allein ist kein Grund für Panik.

Sollte ich vor einem Wolf wegrennen?

Nein. Offizielle Empfehlungen raten davon ab wegzulaufen. Stattdessen ruhig bleiben, Abstand halten und dem Tier Raum zum Rückzug lassen.

Was mache ich, wenn der Wolf nicht weggeht?

Wenn die Situation unangenehm bleibt: laut sprechen oder in die Hände klatschen. Bei weiterer Annäherung stehen bleiben, sich groß machen und deutlich bemerkbar machen – nicht anlocken oder füttern.

Was ist bei einem Hund dabei zu beachten?

Hunde können für Wölfe besonders interessant sein. Im Wolfsgebiet den Hund kontrolliert und nahe führen; bei einer Begegnung anleinen beziehungsweise zu sich nehmen und ruhig zurückziehen.

Sollte man einen Wolf vorsorglich mit Tierabwehrspray besprühen?

Nein. Der bloße Anblick ist keine Begründung für einen vorsorglichen Einsatz. Offizielle Verhaltensregeln haben Vorrang; eine Garantiewirkung wird nicht behauptet.

Quellen